Arbeit ist weit mehr als nur Broterwerb – sie gibt Struktur, stärkt das Selbstbewusstsein und bedeutet gesellschaftliche Teilhabe. Wie eindrucksvoll und professionell inklusive Arbeit in unserer Region gestaltet wird, durfte ich gemeinsam mit unserem ehemaligen Landtagsabgeordneten Günter Fischer bei unserem Besuch der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften Karlsruhe (HWK), einer Tochtergesellschaft der Lebenshilfe Karlsruhe, erleben.
Der Besuch hat tief beeindruckt: Die HWK zeigen jeden Tag, dass soziale Verantwortung, handwerkliche Präzision und wirtschaftliche Qualität keine Gegensätze sind, sondern sich perfekt ergänzen.
Beeindruckende Fertigungstiefe und regionale Aushängeschilder
Was viele gar nicht wissen: Die HWK sind weit mehr als eine soziale Einrichtung – sie sind ein hochmoderner Fertigungs- und Dienstleistungsbetrieb mit einer enormen Produktvielfalt. Von der Holz- und Metallverarbeitung über die Montage bis hin zu komplexen Dienstleistungen arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung Hand in Hand.
Ein absolutes Highlight unseres Rundgangs war die Eigenproduktion der HWK-Therapieliegen:
- Qualität aus Karlsruhe: Die Therapieliegen werden direkt vor Ort mit enormem Fachwissen, Präzision und Liebe zum Detail entwickelt und gefertigt.
- Überregional gefragt: Sie sind längst nicht mehr nur in unserer Region im Einsatz, sondern werden wegen ihrer hohen Langlebigkeit und Funktionalität bundesweit und darüber hinaus erfolgreich ausgeliefert.
- Wertschöpfung mit Sinn: Hinter jeder einzelnen Liege steckt ein eingespieltes Team, das stolz auf das fertige Endprodukt blicken kann.
Warum Teilhabe am Arbeitsleben politische Priorität hat
Der Besuch hat einmal mehr verdeutlicht, welch unschätzbaren Wert barrierefreie Arbeitsplätze für unser Zusammenleben haben. Das Recht auf Arbeit ist ein Menschenrecht – und Einrichtungen wie die Hagsfelder Werkstätten schaffen die Rahmenbedingungen dafür, dass Menschen mit Behinderung ihre Fähigkeiten individuell einbringen, weiterentwickeln und so am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Aus unserer politischen Verantwortung heraus ergeben sich daraus klare Aufträge:
- Inklusive Arbeitswelten stärken: Wir müssen Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt weiter erleichtern, aber gleichzeitig die geschützten und hochspezialisierten Räume der Werkstätten sichern und stärken.
- Echte Wertschätzung für Werkstattarbeit: Die Arbeit, die in Werkstätten geleistet wird, ist ein wichtiger Baustein unserer Wirtschaft und verdient volle gesellschaftliche wie finanzielle Anerkennung.
- Barrieren weiter abbauen: Ob in den Köpfen, in der Infrastruktur oder in den Gesetzen – echte Inklusion gelingt nur, wenn wir Hürden konsequent beseitigen.
Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team der Hagsfelder Werkstätten, an die Geschäftsführung, die Betreuerinnen und Betreuer und ganz besonders an die Beschäftigten für den warmherzigen Empfang, die offenen Gespräche und die beeindruckenden Einblicke in ihre tägliche Arbeit.



