Politische Arbeit findet nicht nur am Schreibtisch oder in den Ausschusssälen des Bundestages statt. Sie lebt vor allem vom Austausch und dem Dialog mit den Menschen, für die wir diese Politik machen. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, regelmäßig Bürger:innen aus unserem Wahlkreis in das politische Berlin einzuladen. Ende März durfte ich eine vorrangig weibliche Gruppe mit Mitgliedern der türkischen Frauenvereine Karlsruhe und der Verdi-Frauen sowie weiteren engagierten Bürger:innen vor Ort begrüßen. 

Gruppenfoto im Deutschen Bundestag in Berlin (Bild: Deutscher Bundestag)

Mit dem Rahmenprogramm der Fahrt hat meine Wahlkreis-Mitarbeiterin Susanne Oppelt dafür gesorgt, dass die Reisenden tiefere Einblicke in die Geschichte und Gegenwart unserer Demokratie nehmen konnten. So stand u.a. der Besuch im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz auf dem Plan, wo die Gruppe durch den geschichtsträchtigen Gebäudekomplex geführt wurde und einen thematischen Bogen von den historischen Wurzeln bis zur modernen Rechtsprechung geschlagen hat. 

Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Emotional wurde es beim Besuch der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, die von einem Zeitzeugen geleitet wird, der dort selbst inhaftiert war. Die Führung durch die ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt beeindruckt stets durch die schonungslose Konfrontation mit der nicht allzu lange zurückliegenden Präsenz des staatlich organisierten Unrechts in der ehemaligen DDR und führt nachdrücklich dadurch den unschätzbar hohen Wert unsere Freiheit und Rechtsstaatlichkeit vor Augen.

Beim Besuch einer Plenarsitzung im Reichstagsgebäude, der ein fester Programmpunkt aller Besucherfahrten ist, stand der Schutz wohnsitzloser Frauen gegen Gewalt auf der Tagesordnung. Das Thema stieß bei der stark weiblich geprägten Gruppe auf besonderes Interesse. Dass meine Kollegin Heike Heubach, unsere Beauftragte für Wohnungs- und Obdachlose, dabei für die SPD-Fraktion gesprochen hat, ist gerade für externe Besucher:innen eine Besonderheit: Denn Heike ist die erste gehörlose Abgeordnete im Bundestag und hat so Geschichte als lebendiges Vorbild für Inklusion und politische Leidenschaft geschrieben. Dass sie der SPD-Fraktion angehört, macht mich schon ein wenig stolz. Im Anschluss an den Abstecher im Plenum kam ich mit der Gruppe zum Abgeordnetengespräch zusammen. Dabei konnten wir über die Eindrücke meiner Gäste sprechen sowie über meine Arbeit und die aktuellen politischen Herausforderungen auf Bundesebene.

Landesvertretung BW

Weitere Programmpunkte der Gruppe waren Militärhistorische Museum in Berlin-Gatow, das eine große Sammlung an historischen Flugzeugen ausstellt und einen spannenden Kontrast zum restlichen Programm bietet.

Abgerundet wurde die Reise, ganz traditionell, durch einen Besuch in der baden-württembergischen Landesvertretung, wo bei gutem Essen und nicht nur badischem, sondern auch württembergischem Wein über die gemeinsamen Erlebnisse gesprochen wurde.

Vielen Dank an meine Gäste für den bereichernden Austausch. Und auch vielen Dank an meine Mitarbeiterin Susanne sowie die Kolleg:innen des Bundespresseamtes, die unsere Fahrten mit einer tollen Organisationsarbeit immer zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.