Industriepolitik lebt vom direkten Austausch – und von den Menschen, die vor Ort täglich mit viel Engagement die Zukunft gestalten. Unter anderem deshalb war ich zusammen mit der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, der Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, Barbara Resch, sowie dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden des Siemens-Konzerns, Tobias Bäumler, zu Gast im Siemens-Werk Karlsruhe.

Der gemeinsame Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie viel Innovationskraft, Know-how und Wertschöpfung in unserer Region steckt – und wie wichtig der enge Schulterschluss zwischen Politik, Unternehmen und Beschäftigten gerade jetzt ist.

Ein High-Tech-Knotenpunkt in der Region: Siemens in Karlsruhe

Der Siemens-Standort Karlsruhe gehört zu den bedeutendsten Arbeitgebern der Technologieregion und ist ein Paradebeispiel für moderne Industrieproduktion Made in Germany. In Knielingen verbindet der Konzern Entwicklung, Produktion und internationalen Vertrieb unter einem Dach:

  • Automatisierung und Digitalisierung: In den Karlsruher Werken entstehen zentrale Komponenten für die industrielle Kommunikation, Prozessleittechnik und industrielle Automatisierungssysteme.
  • Zukunftstechnologien vor Ort: Hier wird die Hardware und Software entwickelt und gefertigt, die Fertigungsanlagen weltweit intelligenter, vernetzter und energieeffizienter macht.
  • Fachkräfte und Wandel: Das Werk zeigt eindrucksvoll, wie hochqualifizierte Arbeitsplätze in einem modernen, digitalen Industrieumfeld gesichert und weiterentwickelt werden können.

Industriepolitik im Wandel: Gemeinsam für verlässliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Industrie steht vor einer tiefgreifenden Transformation – von der Digitalisierung der Produktion über die Dekarbonisierung bis hin zu global veränderten Lieferketten und Märkten. Um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, braucht es eine aktive und vorausschauende Industriepolitik der Bundesregierung.

Im direkten Gespräch mit der Unternehmensleitung, dem Betriebsrat sowie Vertretern von DGB und IG Metall ging es daher insbesondere um die entscheidenden politischen Weichenstellungen:

  1. Investitionen in Schlüsseltechnologien: Von KI-gestützten Steuerungssystemen bis zur Mikroelektronik – die gezielte Förderung von Innovationen sichert den Technologiestandort Deutschland dauerhaft ab.
  2. Bürokratieabbau und Planungsbeschleunigung: Unternehmen und Beschäftigte brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, damit Zukunftsinvestitionen schnell auf den Weg gebracht werden können.
  3. Sozialpartnerschaft gestalten: Die Transformation gelingt nur, wenn der Wandel gemeinsam mit den Beschäftigten und Betriebsräten gestaltet wird – gute Arbeitsplätze und Mitbestimmung gehören untrennbar zusammen.

Dialog als Schlüssel zum Erfolg

Für mich steht fest: Deutschland braucht eine starke, wettbewerbsfähige Industrie als Fundament für Wohlstand, gute Arbeitsplätze und technologische Souveränität. Dafür müssen wir Barrieren abbauen, Investitionen erleichtern und den Standort nachhaltig stärken.

Ein herzlicher Dank geht an das gesamte Team des Siemens-Werks Karlsruhe für die vielfältigen Einblicke, die offenen Worte und den konstruktiven Austausch. Ich freue mich darauf, diesen Dialog auch in Zukunft fortzusetzen!